Von Anfang an bis heute

Mit viel Mut und Zuversicht erwarb die Familie Marty aus dem Kanton Thurgau 1999 im Süden Frankreichs ein Kleines Weingut. „Domaine des Espérances“ (Weingut der Hoffnungen) tauften sie ihren lang ersehnten Familientraum im Languedoc-Roussillon, nahe der spanischen Grenze. Mit diesem Namen wollten sie die Hoffnung auf eine erfolgreiche neue Zukunft ausdrücken. Es war ein Start mit viel Herausforderungen. Die Schwestern Chantal und Alexandra bildeten sich als Winzerinnen im Lycee Charlemagne in Carcassonne aus, während Franziska an der Universität Montpellier Biologie spezialisiert auf Weinbau studierte. Einfach war der Einstieg für die Familie nicht. Auf dem Gut war kein brauchbares Gebäude vorhanden, weder für Traktor und Geräte noch ein Wohnhaus. Zudem fehlten Anschlüsse ans Wasser-, Abwasser- und Stromnetz. Die insgesamt 30ha Land, davon 14 ha Rebfläche, waren verwildert und mussten neu bearbeitet und zum Teil neu bepflanzt werden.

 

Die Erwartungen an den eigenen Wein waren hoch. Die Winzerinnen und ihre Eltern wollten nicht einfach Trauben produzieren, die in der örtlichen Genossenschaft zu Billigwein verarbeitet werden. Ziel war es, die Domaine des Espérances nach biologischen Richtlinien zu bewirtschaften und so in der eigenen Kelleranlage natürliche und gesunde Weine zu keltern.

 

Inzwischen produziert das Familienunternehmen Marty jährlich rund 25'000 Flaschen Wein, hauptsächlich Roten aus Kombinationen von Grenache Noir, Mourvèdre, Carignan und Syrah, aber auch Weissen, Grenache Blanc, und Rosé aus Cinsault und etwas Syrah.

 

Ganz neu tragen auch die eigens angepflanzten Rebsorten Petit Verdot und Marselan die ersten Trauben, die zu Wein verarbeitet werden können. Von Jahr zu Jahr wird die Wertschöpfung noch grösser. Die Weine gelangen auf direktem Verkaufsweg an die Kundschaft, mehrheitlich in die Schweiz.

 

Die Weine der Domaine des Espérances sind nach wie vor ein Geheimtipp, doch in der Fachwelt bereits nach wenigen Jahren kein unbeschriebenes Blatt mehr. Von der internationalen Weinprämierung 2009 der Expovina in Zürich, an der die Schwestern mit dem Rotwein GAMMA 2006/07 (Syrah, Grenache) die Goldmedaille gewannen bis hin zu der Vinum-Degustation im 2016/17 der Spass-Weine aus dem Languedoc, an der, der DELTA 2013 (Petit Verdot, Marselan, Syrah) 15 Punkte von 20 gewann. Den grossen Hoffnungen der Familie Marty steht nichts mehr im Wege.